Khala Kolumna #1

Zu neuen Anfängen

02.10.2017

Bald geht es los: Wir fliegen nach Malawi. Wir, das sind Melanie und Bene, Founder und Co-Founder von Khala. Eigentlich sind wir in unserem deutschen Team zu dritt. Während wir in Afrika sind, hält Hubi die Stellung in München. Offiziell gibt es Khala seit August 2016. Melanie plante das Projekt aber schon viel länger. Vor zwei Jahren hatte sie die Idee zu Khala, als sie mit einer NGO für ein Projekt für sauberes Trinkwasser nach Malawi reiste. Die Erfahrungen, die sie in diesem Zusammenhang sammelte, inspirierten sie zur Gründung eines Social Business, das die Menschen in Malawi dazu befähigen soll, sich ihrem Schicksal selbst anzunehmen und einen Weg aus der Armut zu erarbeiten. Dies geschieht, indem wir bei Khala zusammen mit malawischen Schneiderinnen und Schneidern Kleidung aus traditionellen afrikanischen Chitenje-Stoffen herstellen.

 

Im Juli haben wir erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen und damit das nötige Kapital generiert, um die Produktion unserer Kreationen in die Wege zu leiten. In der Zwischenzeit hat sich vieles getan. Melanie war im Sommer bereits in Malawi und hat dort mit unserem Schneider*innen-Team die für die Produktion nötige Vorarbeit geleistet. Dabei ergaben sich jede Menge Herausforderungen. Eine der größten war, sich auf die Gepflogenheiten und Arbeitsstandards einer anderen Kultur einzustellen. In Malawi gehen die Uhren anders, Absprachen gelten eher als grobe Orientierung und das Wort Deadline macht dort niemanden nervös. Das Verstehen dieser unterschiedlichen Herangehensweisen hat uns eine Menge Zeit und Kapital gekostet, die in unserem ursprünglichen Zeitplan nicht veranschlagt waren. Mit Geduld und Ausdauer meisterte Melanie damals diese Herausforderungen. Letztendlich organisierte sie das nötige Equipment, schloss bereits unmöglich geglaubte Deals mit malawischen Zulieferern ab und startete die Produktion der textilen Rewards für unsere Crowdfunding-Unterstützer.

 

Klingt gut soweit, war aber nur der erste Akt.

Der Weg ging steinig weiter. Das nächste Hindernis war ein personelles. Es stellte sich heraus, dass die Zusammenarbeit mit der Designerin, die wir als Managerin für die Produktion eingestellt hatten, nicht zielführend war. Schweren Herzens trennten wir uns daher von ihr. Das bedeutete auch, dass wir das von ihr angemietete Atelier – und damit einige unserer Schneider – verloren. Und die Produktion lag auch wieder auf Eis.

In dieser Hinsicht steht Khala also wieder am Anfang: Wir haben die Materialien, einen Teil des Equipments, drei Schneider und einen Trainee, mit denen wir sofort loslegen können. Nur Produktionsstandort haben wir gerade keinen – und kaum mehr Geld.

Und deswegen geht es bald wieder los: Wir fliegen nach Malawi. Unsere Mission wird es sein, zusammen mit den beiden Schneidern ein neues Atelier ausfindig zu machen und alle Vorbestellungen, die wir durch die Crowdfunding-Kampagne erhalten haben, zu fertigen. Dabei werden sich mit Sicherheit neue Abenteuer ergeben. Aber wir sind guter Dinge und halten euch auf dem Laufenden.

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