Land & Leute

 

 

18,6 Millionen Menschen leben in Malawi. Der Anteil der unter 15-Jährigen beträgt 45%.
Bis zum Jahr 2045 wird sich die Bevölkerung mehr als verdoppelt haben. (Quelle: United Nations)
Das rasante Bevölkerungswachstum wirkt sich vor allem auf die Ernährungslage, den Arbeitsmarkt, die
Stromversorgung und die Sozialleistungen aus.
Malawi wird auch „Das warme Herz Afrikas“ genannt. Die wenigen Touristen, die sich dorthin verirren,
verstehen bald warum: Malawierinnen und Malawier sind außergewöhnlich freundliche und friedfertige Menschen.
In Malawi wird zwischen 13 verschiedenen Kultur- und Sprachgruppen unterschieden. Die größte von ihnen
sind die Chewa, die über ein Drittel der Bevölkerung ausmachen.
Die Lebenserwartung liegt bei 64 Jahren. (Q:Weltbank, 2015)

 

Malawi ist ein Binnenstaat im Südosten Afrikas. Nachbarländer sind Tansania, Mosambik und Sambia. Mit einer Fläche von 118,484 km² ist Malawi etwa ein Drittel so groß wie Deutschland. Einen großen Teil dieser Fläche nimmt der Malawisee ein – der neuntgrößte und fischartenreichste See der Erde.

1964 erlangte Malawi die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Seitdem blieb es als eines der wenigsten Länder Afrikas von Bürgerkriegen und gewalttätigen Umstürzen verschont.

 

Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Durchschnittliche Malawier und Malawierinnen verdienen pro Kopf etwa 300 US-Dollar im Jahr. (Q:Weltbank)
Malawis Wirtschaft hängt in erheblichen Maße von Spendengeldern ab. Entwicklungshilfe hat am BIP einen
Anteil zwischen 20 und 30 Prozent – wir arbeiten daran, das zu ändern.
In Malawi gibt es kaum Industrie. Das Hauptexportgut ist Tabak. Auf den Plantagen arbeiten oft Kinder. (Q:
International Labour Organization
Die meisten Malawier*innen leben von Subsistenzlandwirtschaft. Um die Familie zu versorgen, wird ein
kleines Stück Land per Hand bewirtschaftet und Kleintiere gehalten.
Das schnelle Bevölkerungswachstum wirkt sich auch auf die Infrastruktur aus: In den Großstädten Malawis
gehören mehrstündige Stromausfälle zum Alltag.
Dem Textilgewerbe kam einst eine große Bedeutung zu. Durch Kleiderspenden aus Europa, die in Malawi
günstig verkauft werden, ist dieser Industriezweig zerstört worden.
Der wirtschaftlichen Entwicklung Malawis stehen vor allem das rasante Bevölkerungswachstum im Wege.
Hinzu kommen ungleich verteilte Einkommen, schlechter Zugang zu Ausbildung und medizinischen
Grunddiensten und eine sehr hohe AIDS-Rate (Q: GIZ)

 

 

 

Die Alphabetisierungsquote ist kennzeichnend für die geringe Entwicklung des Landes: Mehr als ein Drittel der über 15-Jährigen kann nicht lesen und schreiben.

 

80% der Kinder im schulfähigen Alter gehen zur Schule. Der enorme Lehrermangel führt besonders in Dorfschulen oft zu Klassengrößen von mehr als 80 Kindern